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Cyberangriff – was nun? Warum nur ein guter Notfallplan greift

Schon ein kurzer Stromausfall macht die Belegschaft nervös. Ich kenne das noch aus meiner Zeit als fest Angestellte. Aber stellen Sie sich vor, wenn im Unternehmen überhaupt nichts mehr geht: Der Zugriff auf Dateien ist unmöglich, Programme starten nicht, vielleicht sind sogar wichtige Systeme verschlüsselt.


Ein Cyberangriff. Und nun?


Der Druck ist groß. Die Menschen sind verunsichert. Informationen fehlen. Telefone klingeln. Kunden fragen nach. - Schnelle Klärung ist wichtig.


Genau dafür muss es einen Plan geben, einen IT-Notfallplan für mittelständische Unternehmen, der schnell verfügbar ist und den jeder sofort versteht..


Was gehört zu einen Notfallplan IT-Sicherheit: Von aktuellen Kontakten bis zu regelmäßiger Übung


Ich gebe Ihnen schon mal die zentralen Punkte an die Hand für das Notfallmanagement KMU. Vorab ein wichtiger Hinweis: Den Notfallplan regelmäßig aktualisieren!


  • Krisenstab: Wer entscheidet, wer kommuniziert, wer dokumentiert?

  • externe Kontakte: IT-Forensik/Dienstleister, Rechtsanwalt, Cyberversicherer, BSI (Bundesamt für Sicherheit in der IT) Polizei ...

  • Priorisierung: Welche Systeme müssen zuerst wieder laufen.

  • Kommunikationsplan für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, die Öffentlichkeit ... Wer informiert wann wen über welche Kanäle und mit welchen Inhalten.

  • Dokumentierte Backups: Die sollten vorhanden sein. Schauen Sie in meinen Beitrag: Cybersecurity Schritt für Schritt - erst mal sichern, wo unbedingt nötig

  • Gesetzliche Meldefristen: Schauen Sie sich den Punkt weiter unten an: Behörden und Polizei: Wer muss informiert werden?


Was zu einem Notfallplan, neben der Aktualisierung, dringend dazugehört sind regelmäßige Übungen! 


Falls Sie als vielbeschäftigter mittelständischer Unternehmer nun vor dem Aufwand zurückschrecken, hier eine kleine Kostenrechnung:


1 Tag Betriebsunterbrechung kostet KMU im Schnitt 15.000 bis 50.000 Euro, (Das behauptet jedenfalls Claude.)


Ein Notfallplan nach einem Cyberangriff muss eine gut durchdachte Nutzerinformation sein


Als Technische Redakteurin beschäftige ich mit Dokumentationen, mit dem Gestalten von Bedienungsanleitungen. Und die müssen vor allem eines – von jedem verstanden werden.


Doch recherchiert man als Nicht-ITler Notfallpläne im Netz, so findet man sich oft in einem Wirrwarr von ausführlichen Fachinformationen wieder. Mit der entsprechend für Laien unverständlichen Sprache.


Das bedeutet für unseren Notfallplan:


  • klare Sprache, auf das Wesentliche reduziert: ‚Server XY vom Netz trennen‘, Mehr nicht. (keine langen Ausführungen oder Einleitungen)

  • eindeutige Zuständigkeiten

  • aktuelle Kontaktdaten, die im Notfall auch erreichbar sind

  • Checklisten mit einer stringenten Struktur.


Der Notfallplan hat eine Reihenfolge – und verläuft dennoch nicht linear


Der Plan muss einen klaren Ablauf haben. Übereinstimmend wird von folgender Reihenfolge gesprochen, von 6 Phasen:

Vorbereitung, Erkennung, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung und Nachbereitung.


Weißes Blatt, auf dem eine Hand mit Stift Zeilen abhakt.
Checkliste hier als Ausdruck oder in separater Cloud. .Bild von Philip Neumann auf Pixabay

Doch Vorsicht: Sie können, Sie dürfen den Plan nicht linear abarbeiten. Das heißt: Während Sie dem strengen Aufbau folgen, müssen Sie offen sein für neue Erkenntnisse, für Änderungen im Ablauf. Bleiben Sie flexibel!



Standardisierte Checklisten für einzelne Phasen


Eine Checkliste ist für die Inspektion von Maschinen eine Orientierung. Genau das, ein Gerüst, brauchen Sie in einer Stresssituation.


Gehen Sie noch einen Schritt weiter und standardisieren Sie Ihre Checklisten: durchgängig knappe Sprache, übersichtliche Struktur, Farben und Symbole verwenden.


Sehen Sie für die wichtigsten Phasen eigene Checklisten vor:


  • Erste Maßnahmen – Was tun wir unmittelbar nach der Entdeckung?

  • Kommunikation – Wer muss wann informiert werden?

  • Wiederanlauf – Welche Systeme und Prozesse werden in welcher Reihenfolge wiederhergestellt?

  • Nachbereitung – Was ist zu dokumentieren und was muss verbessert werden?


Behörden und Polizei: Wer muss informiert werden?


Ein IT-Sicherheitsvorfall ist nicht nur ein technisches Problem. Je nach Art des Vorfalls müssen Polizei, Datenschutzbehörde, Versicherungen einbezogen werden.


Die Landesdatenschutzbehörde muss wegen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) immer informiert werden, in der Regel innerhalb von 72 Stunden.


Stellen Sie Strafanzeige bei der Polizei. Auch wegen möglicher Schadensansprüche. Und denken Sie an die Beweissicherung: E-Mails, Protokolle, Screenshots oder andere Informationen zum Angriff.


Es können gesetzliche Meldepflichten bestehen, etwa an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im Vorfeld unbedingt klären und im Notfallplan festhalten.


Denken Sie an die Cyberversicherung, falls eine besteht. Erfassen Sie im Notfallplan den Ansprechpartner und die vorgesehenen Meldewege.


Notfallplan unbedingt separieren – als Ausdruck oder in einer eigenen Cloud


Der Notfallplan liegt auf dem Server. Praktisch – solange der Server erreichbar ist. Bei einem schweren Cyberangriff steht er bei lahmgelegtem Server nicht mehr zur Verfügung.


Sinnvoll ist also ein zusätzlicher Aufbewahrungsort. Das kann eine aktuelle Offline-Kopie sein. Die natürlich bei der Aktualisierung immer mitgedacht werden muss. Oder eine separate Cloud.


Weitere Informationen: Bausteine des BSI und eine PDF 'Krisenstab für ein 20-Personen-KMU'


Das BSI hält für kleine und mittlere Unternehmen Bausteine vor. Zum Beispiel die ‚IT-Notfallkarte‘ oder einen Maßnahmenkatalog zum Notfallmanagement Also ich finde die Notfallkarte etwas dürftig und den Maßnahmenkatalog schon wieder zu überfrachtet. Doch schauen Sie rein und übernehmen Sie Teile davon.


Hier habe ich ein PDF zur Cybersecurity KMU für Sie vorbereitet. Wie Sie welche Personen zu einem Krisenstab zusammensetzen:



[KI: Ich habe mir von drei Chatbots Vorschläge zur Recherche, teilweise zum Text machen lassen. Habe daraus aber einen eigenen Text geschrieben. Der Vorschlag für den Krisenstab kam von Claude, ich habe redigiert.]



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